Ganz zieht sich der gebürtige Bremer jedoch nicht aus der Wissenschaft zurück – im Gegenteil: Der 66-jährige Biochemiker möchte auch im Ruhestand wissenschaftliche Vorhaben in Ruhe weiterverfolgen, mehr Zeit für Bewegung und Begegnungen einplanen und den akademischen Austausch lebendig halten. „Ich möchte weiter wissenschaftlich arbeiten und die gewonnene Zeit für Sport und soziale Kontakte nutzen“, beschreibt der Professor seine Pläne.
Sein Weg an die Hochschule führte über Stationen in Deutschland und England: Nach dem Biochemiestudium an der Universität Hannover (1980 bis 1987) promovierte er 1990 an der Universität Göttingen mit dem Titel „Mikrobielle Oxidasen zur regioselektiven Derivatisierung von Kohlenhydraten“. Anschließend forschte er von 1991 bis 1992 als Postdoc im „Laboratory of Bioactive Proteins and Carbohydrates“ an der University of Birmingham.
In der Industrie war Professor Danneel bei der Amino GmbH in der fermentativen und extraktiven Gewinnung von Wirkstoffen tätig, bevor er 1998 an die TH OWL wechselte.
Hier prägte er den Fachbereich über Jahrzehnte – als Studiendekan, Mitgründer und Leiter des Instituts für Life Science Technologies, Initiator der „Future Food Factory“ und Koordinator eines deutsch-französischen Hochschulaustauschs.
In der Lehre deckte er ein breites Spektrum ab, von der Kosmetikchemie über technische Mikrobiologie bis hin zur organischen Chemie und Biochemie.
Auf die Frage, was er vermissen werde, nennt er ohne Zögern: „Die begabteren Studierenden.“ Viele von ihnen hat er durch innovative Projekte gefördert und für wissenschaftliche Themen begeistert.
Die TH OWL dankt Professor Hans-Jürgen Danneel für sein unermüdliches Engagement in Lehre, Forschung und Hochschulentwicklung und wünscht ihm für die kommenden Jahre alles Gute und weiterhin viel Forscherdrang.








